Zucker.

Die 4. Singleauskopplung.

Jetzt erhältlich als wunderbar limitierte multicolor 7"-Single und natürlich Digital.


Rebel Boy.

Die 3. Singleauskopplung aus unserem roten Album.

Die monströse Kuppel
möge in tausend Farben zerbersten.

Das neue (rote) Album.

Jetzt im Handel und zum Download.

Ein Album wie ein Paradigmenwechsel.
Hier ist die Pop-Platte von Tocotronic.

Prolog.

Als Vinyl und Download erhältlich.

Die erste Single-Auskopplung
Liebe wird das Ereignis sein.

Die Erwachsenen.

Die neue Single ab sofort auf Vinyl und als Download.

Die fantastische neue Single
inklusive dem exklusiven Non-Album Track mit dem schönen Titel MODER.

Rot für die Liebe, Rot für die Revolution.

Das ganze Album in voller Länge.

Spiralen.

Regie: OH MY

Man kann den Erwachsenen nicht trauen

Die Erwachsenen.

Das Video zur zweiten Singleauskopplung.

Shop-O-Tronic.

Downloads & Merchandise.

Neuigkeiten

Coming Home

FFREAKS!
Music is coming home! Ab heute überall erhältlich!
tocs

Hier könnt ihr die Compilation bestellen:
JPC: http://bit.ly/2rmDtPs
Hanseplatte: http://bit.ly/2rhRK5a
Itunes: http://apple.co/2skhGwO
Amazon: http://amzn.to/2rRvY6T
Saturn: http://bit.ly/2rRLJux
Mediamarkt: http://bit.ly/2rmhmst

V.A. - Coming Home by Tocotronic
„Könnte dir auch gefallen“, heißt es immer bei Spotify. Immer gibt es etwas, was noch zu mögen ist. Doch was uns als Triumph der Postmoderne verkauft wird, ist in Wahrheit eine biedere Angelegenheit. Denn Algorithmen wissen zwar alles, sind aber strohdoof. Sie produzieren nur triste Ähnlichkeiten: von den Ramones landet man bei Blondie, von Albert Ayler bei Sun Ra. Wie überraschend ist das denn. Tocotronics „Coming Home“-Compilation dagegen führt uns hinaus aus der viel zu kleinen Filterpennälerblase, dorthin, wo mehr zu entdecken ist, als was eh schon passt. Beispiel: Kein Roboter spuckt Roy Ayers aus, wenn man The Thermals eingibt. Von erhabenem Jazzfunk zu schepperndem Powerpop führen krumme, analoge Pfade.

Diese Zusammenstellung ist Teil 9 in der „Coming Home“-Reihe, bisher haben unter anderen Sven Väth, Nouvelle Vague und Jazzanova ihre privaten Lieblingsmusiken präsentiert. Was sich Tocotronic ausgedacht haben, hat es in sich. Unangestrengt, aber lehrreich; durcheinander, aber stringent; hart, aber herzlich geht es zu. Das stilistische Panorama reicht von fragilem Singer-Songwriter-Pop bis zu burschikosem Deutschpunk, von psychedelischem Wüstenrock zu Zitatpop mit sophistication. Geschmacklicher Konsens war nicht die Zielvorgabe, vielmehr haben Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Arne Zank und Rick McPhail kompromisslos ihre Steckenpferde geritten. Wann hat man zuletzt die prachtvoll-paranoiden Gitarrenkaskaden der Wipers gehört? Oder die seltsame Traurigkeit der russischen Underground-Ikone Yanka?

Los geht die emotionale Achterbahnfahrt ins Innere der Toco-Seele mit einer Hommage an Jonathan Richman und seine Band The Modern Lovers. Richman ist der Erfinder von Indierock, was der Song „She Cracked“ aus dem Jahr 1976 eindrücklich belegt. Und schon beim nächsten Track hören wir jene hysterische Überschwänglichkeit, aus der sich auch das Schaffen von Tocotronic speist. Ty Segalls „Tall Man Skinny Lady“ mündet in ein sich überschlagendes Gitarrensolo, das sonst wohl so nur Rick McPhail himself hinbekäme. Überhaupt animieren die so unterschiedlichen Lieder zum heiteren Ratespiel: Hört Dirk von Lowtzow beim Kochen Tamikrest? Hat Arne Zank beim Rasenmähen den honigsüßen Andreas Dorau auf den Ohren? Und wer bitte bringt zum Shoegaze-Pathos von Wand die Kinder ins Bett? Wer will, kann diese CD also auch als fantastische Homestory hören.

Für Kenner der Band unschwer zu erraten ist, dass es der Deutschpunk-Connaisseur Jan Müller war, der zwei Pogo-Schmankerl aus der Prä-Craft-Beer-Ära beisteuerte. Der herrliche Dosenbier-Punk von Der Durstige Mann und Phosphor erinnert uns nicht zuletzt daran, dass es damals in der Fußgängerzone nur die Wahl zwischen Bier Marke Tuborg oder Faxe gab.Soviel Nostalgie muss erlaubt sein.

Es geht aber genauso um Fantum und Freundschaft. Mit der befreundeten Band Fuck waren Tocotronic 1998 auf US-Tour, mit Masha Qrella hat Dirk von Lowtzow kürzlich ein Konzert in der Berliner Volksbühne gespielt. Und wer den Tocotronic-Sänger schon einmal hat öffentlich Plattenauflegen hören, weiß um seine Verehrung für Terry Hall (The Specials, Fun Boy Three, Colourfield). Dessen zusammen mit Mushtaq aufgenommene Arabeske kommt genau richtig und hebt diese Zusammenstellung aufs nächste Level und ganz weit ins Offene. Zum Ausklang wird es zart und unschuldig, mit allerschönstem Easy Listening. Tocotronic im Ada-Mix und eine Burt Bacharach-Preziose von Frankie Goes To Hollywood sorgen für einen bestechenden Synergieeffekt. Könnte, könnte, könnte? Muss dir auch gefallen!

Aram Lintzel

 

Tracklisting:

1. The Modern Lovers – She Cracked
2. Ty Segall – Tall Man Skinny Lady
3. Fuck – Stupid Band
4. U.S. Girls – Island Song
5. Masha Qrella – DJ
6. Tamikrest – Aicha
7. Yanka - Osobiy Rezon
8. Der Durstige Mann – Kind für Immer
9. Wipers – When It’s Over
10. Terry Hall & Mushtaq – Sticks And Stones
11. Wand – Generator Larping
12. Andreas Dorau – Bienen am Fenster
13. Roy Ayers – Running Away (Album Version)
14. The Vaselines – I Hate the ’80s
15. Phosphor – Granola
16. The Thermals – I Know the Pattern
17. Courtney Barnett – Depreston
18. Frankie Goes To Hollywood - San Jose
19. Tocotronic – Rebel Boy (Ada Remix)


Nach der verlorenen Zeit:

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